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Kaum zu glauben, welche Anrufe in der Telefonzentrale der AUDI AG landen. Mal will das britische Unterhaus neue Limousinen bestellen - der Wunsch der Herren aus London wurde erfüllt. Headhunter versuchen die Namen aussichtsreicher Jung-Manager zu erkunden, um sie an andere Firmen zu vermitteln. Die "Kopfjäger" haben natürlich Pech . Auch in Notsituationen ist die Telefonnummer
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0841/89-0 erste Anlaufstelle. Zum Beispiel, als sich ein Besucher am Abend in der Toilette eingeschlossen hatte und nicht mehr herauskam. Per Handy informierte er die Vermittlung - und die schickte den befreienden Werkschützer. Ein anderer Fall, bei dem die Telefonvermittler (Geburts-)Hilfe leisten konnten: Das städtische Krankenhaus rief an und wollte einen Audi Mitarbeiter informieren, dass bei seiner Frau die Wehen eingesetzthatten. Das Problem: Der Name des werdenden Vaters stand nicht im internen Telefonbuch.
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Die Organisationseinheit konnte aber recherchiert und der Mitarbeiter mit Hilfe des Werkschutzes schließlich erreicht werden - und der überraschte Ehegatte kam noch rechtzeitig in den Kreißsaal. Auch bei anderen freudigen Ereignissen klingeln die Telefone in der Zentrale: So rufen immer wieder Leute an, die bei der Klassenlotterie einen Audi gewonnen haben und diesen sofort abholen möchten. Den glücklichen Gewinnern kann leider nicht geholfen werden - da ist die Klassenlotterie zuständig...
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Die einen hört man nur, die anderen sieht man auch: Jene Audi Mitarbeiter, die wie gute Geister den Kunden und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
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Unermüdlich klingelt es. Kunden, Händler, Lieferanten, Bewerber, Journalisten - sie und viele andere wenden sich mit Fragen an die AUDI AG. Wer unter der 89-0 anruft, landet in der Telefonzentrale. Dort nehmen die Agenten, also die Telefonvermittler, die Gespräche entgegen und leiten sie an den richtigen Ansprechpartner weiter. An manchen Tagen klingeln die Telefone mehr als 2200 Mal; jährlich gehen 500000 Anrufe ein.
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"Wichtig ist, sich auch mit dem persönlichen Namen zu melden", sagt Petra Benner, in der Organisationseinheit Kommunikationssysteme für die Telefonzentrale zuständig. "Dadurch bekommen die Agenten ein Gesicht für den Anrufer , und Audi ist nicht mehr anonym."Freundlichkeit und Höflichkeit sind Pflicht - gerade wenn ein Anrufer ungehalten ist. Schulungen und Gesprächtrainings trage dazu bei, dass die Agenten
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auch in heißen Situationen kühlen Kopf bewahren. Ein Marktforschungsinstitut untersucht die Qualität der Telefonvermittlung. Mit so genannten mystery calls, also fingierten Anrufen, testen sie, ob die Vermittlung schnell und richtig klappt - im Sinne der Anrufer. Geschick im Umgang mit Besuchern ist auch an den Empfängen des Unternehmens gefragt. Der Hauptempfang befindet sich im Vorstandsgebäude A50. In vornehmer Umgebung - Ledersessel laden zum Verweilen, leichter Rosenduft liegt in der Luft - nehmen Otto Ziegler und Elisabeth Hiller in dezenten dunklen Anzügen die Gäste in Empfang. Hier geben sich Topmanager und Prominente aus aller Welt ein Stelldichein. Fingerspitzengefühl ist hier besonders wichtig. Viele Namen müssen im Gehirn gespeichert sein, ein kleiner Scherz muss richtig sitzen, japanische Gäste freuen sich über ein höflichen "sayonara". "Das Schöne an unserer Arbeit ist, dass wir mit so vielen interessanten Leuten aus allen Teilen der Welt zusammenkommen", sagt Elisabeth Hiller. Hohe Priorität gilt der Sicherheit. Wer nicht darf, kommt am Empfang nicht vorbei. Auf mehreren Monitoren beobachten Hiller und Ziegler, was auf den Parkplätzen, im Aufzug und der Vorstandsetage vor sich geht. Für den Fall des Falles gibt es einen Alarmknopf. Von den Sicherheitsvorkehrungen merkt der Besucher nichts. Allenfalls, dass im Aufzug der Druckknopf für die Vorstandsetage fehlt. Den betätigt nämlich nur der Empfang - und zwar von außen. Etwas hektischer geht es am Empfang im Kundencenter (bisher AC) zu. Etwa 160 000 Kunden und Besucher kommen jährlich hierher; ihre Fragen beantworten die Mitarbeiter am Check-In. ""Bitte recht freundlich" lautet die Devise. Schließlich sollen die Selbstabholer nicht nur ihren neuen Audi, sondern auch ein gutes Bild des Unternehmens mit nach Hause nehmen. Auf der anderen Seite der neuen Piazza, am Empfang des Gebäudes Markt und Kunde, herrscht ebenfalls reger Betrieb. Die Damen sind für Gäste und Mitarbeiter eine wichtige Anlaufstelle. Sie sind, so hat es ein Audianer auf den Punkt gebracht, die guten Geister des Hauses.
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